Teslagrad

Teslagrad

Plattformen und Magneten – eine geniale Kombi

Teslagrad ist ein Jump'n'Run-Spiel mit ansprechender Grafik und robuster Spielmechanik, die einen fesselt, solange man mit der Spielkomplexität klar kommt. Neben dem Springen muss man in Teslagrad unzählige Rätsel über Elektrizität und Magnetismus lösen. Ein im Allgemeinen gut durchdachtes, intelligentes Spiel, das die Aufmerksamkeit des Spielers ununterbrochen fordert. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • Intelligente Rätsel
  • Schwer, aber machbar
  • Fantastische Grafik

Nachteile

  • Manchmal schwierige Steuerung

Herausragend
8

Teslagrad ist ein Jump'n'Run-Spiel mit ansprechender Grafik und robuster Spielmechanik, die einen fesselt, solange man mit der Spielkomplexität klar kommt. Neben dem Springen muss man in Teslagrad unzählige Rätsel über Elektrizität und Magnetismus lösen. Ein im Allgemeinen gut durchdachtes, intelligentes Spiel, das die Aufmerksamkeit des Spielers ununterbrochen fordert.

Magnete, Plattformen und schwierige Entgegner

Teslagrad kommt gänzlich ohne Worte aus. Das Spiel erklärt sich durch seine Bilder, Spielszenen oder Marionettentheater von selbst. Was am Anfang – mit dem jungen Helden, der nach etwas oder jemandem Unbekannten sucht, noch rätselhaft erscheint, bekommt am Ende alles seinen Sinn.

Neben der eigentlichen Story hat Teslagrad noch eine vorhergehende Geschichte, die mit kleinen versteckten Illustrationen erzählt wird. Diese - über alle Szenen verteilten und nur schwer auffindbaren - 36 Abbildungen sind reine Zugabe. Als Spieler erfährt man aber ein bisschen mehr über die Welt des Spiels.

Teslagrad ist ein schwieriger Puzzle-Platformer zum Thema Magnetismus. Mit Spezialhandschuhen kann der Spieler hierbei die Magnetfelder der Gegenstände verändern, die sich daraufhin über die ganze Szene bewegen können. Durch diese magnetischen Bewegungen ist das Hantieren mit Hebeln, Öffnen von Türen oder Erreichen von unzugänglichen Bereichen erst möglich.

Die Rätsel sind - von den ersten einfach gehaltenen bis hin zu den letzten zum Teil höllisch schweren - alle brillant. Außerdem muss man Geschicklichkeit an der Steuerung beweisen, um ins nächste Level zu gelangen. Das Platforming ist in vielen Fällen notwendig.

Die dritte Säule von Teslagrad bilden die finalen Bosskämpfe im klassischen Stil. Diese bestehen aus drei Teilen und verschiedenen Angriffsmustern, die man erst einmal lernen muss. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die eigene Spielfigur bereits mit einem Hieb stirbt und man wieder ganz von vorne beginnen muss. Zum Erlernen der neuen Schläge bleibt hierbei wenig Zeit, zum Glück bekommt man aber im Laufe der Zeit mit, wie das System funktioniert. Die Bosskämpfe bleiben ein hartes Brot, am Ende zahlen sich aber Geduld und Beharrlichkeit aus.

Magnetismus, soweit das Auge reicht

Obwohl man Teslagrad auch mit der Tastatur spielen kann, ist der Gebrauch eines Joysticks zu empfehlen. Neben dem Springen, den Schlägen, die die Polarität der Gegenstände verändern sowie der Teleportation, gibt es aber nur wenige Bewegungen, die man lernen muss. Das geht ganz intuitiv während des Spielens.

Störend ist meiner Meinung nach die Trägheit der Figuren. In Teslagrad gibt es viele knapp bemessenen Sprünge und kleine Plattformen, bei denen Trägheit die Spielbarkeit stark beeinträchtigt.

Zum Glück ist die Bewegung der Magneten sehr realistisch, sowohl was das Anziehen als auch das Abstoßen derselben betrifft. Diesen auf Gegenstände angewendeten Elektromagnetismus kann man zum Errichten von Verteidigungsplattformen und als Lufttransport verwenden.

Handgezeichnet

Die Screenshots zeigen bei weitem nicht, was Teslagrad kann. Das Spiel ist ästhetisch sehr gelungen. Die Grafiken sind von Hand gezeichnet und die ebenfalls sehr gelungene Beleuchtung unterstreicht das Bild gekonnt.

Hinsichtlich der Grafik sind noch zwei Punkte zu erwähnen. Erstens die ebenfalls handgezeichneten Hintergrundbilder, die den Levels Tiefe verschaffen. Zweitens die fantastische Animation der finalen Bosskämpfe, die Robotik und Persönlichkeit in sich vereinen.

Auch die langsame nostalgisch anmutende Musik passt perfekt zu den erlebten Abenteuern in einer alten und vergessenen Welt.

Fazit: Gutes Spiel fordert Geduld und Geschick

Teslagrad ist ein Spiel, das gegen Ende immer besser wird. Das Indie-Spiel kann sich durchaus mit den Großen wie VVVVVV, Knytt Underground, The Swapper oder dem legendären Braid messen. Man braucht allerdings Geschick oder zumindest viel Geduld.